Rekordfeld und stimmungsvolle Atmosphäre beim 2. Erfurter Nachtlauf
Datum: 31.08.2026
„Die Altstadt hat geblinkt und geleuchtet“, freute sich der Präsident des Rennsteiglaufvereins, Uwe Albus, der sich diesmal selbst ins Feld der 5-Kilometer-Läufer gemischt hatte, um die Atmosphäre beim 2. Erfurter Nachtlauf am Samstag (29. August) zu genießen. Besonders viel Zuschauer drängten sich wieder im Bereich rund um die Krämerbrücke und das Rathaus. Insgesamt 2268 Läuferinnen und Läufer – so viele wie noch nie – gingen auf die drei angebotenen Strecken. Da war es gut, dass die Organisatoren für die beiden längeren Distanzen auf eine neue 10 Kilometer-Runde gesetzt hatten, um das Läuferfeld etwas zu entzerren.
Als erste „testeten“ die fast 1.000 Starter des 10 Kilometer-Sparkasse Mittelthüringen BasicRuns den neuen Kurs, der in den Nordpark führte und in dem Bereich mit Streckenposten vom USV Erfurt abgesichert wurde. In den restlichen Kurs teilten sich wie im Vorjahr mit dem Skisportverein und dem MTV zwei weitere Erfurter Vereine. Allen voran stürmte Vorjahressieger Marcel Bräutigam vom GMRLV, der in glatt 32 min. einen souveränen Start-Ziel-Sieg einfuhr. Am nächsten kam ihm noch sein Mannschaftskamerad Andre Skrowny, der seinen aktuellen Trainingsstand auf dem Weg zum Herbstmarathon testen wollte und sich nach einem sehr kontrollierten Rennen in 34:57 min. über Platz 2 freute: „Definitiv einer der schönsten Stadtläufe, der durch die neue Streckenführung noch gewonnen hat.“ Platz 3 in dem Rennen ging an Florian Mayer vom LTV Erfurt (36:53 min.). Bei den Frauen sorgten Jana Millat (38:53 min.) und Emilia Görlich (39:39 min.) für einen Doppelsieg des LTV Erfurt. Platz drei ging in die Partnerstadt Mainz. Elisabeth Schmidt konnte sich in 39:52 min. knapp vor der vierfachen Rennsteiglauf-Siegerin Kristin Hempel behaupten (40:09 min.). Die Läuferin vom USV Erfurt war aber keinesfalls traurig. „Bei dieser tollen Veranstaltung in der glücklichsten Stadt wollte ich 2026 unbedingt wieder dabei sein, auch wenn die ganze Saison nach einer Verletzung nicht wie erhofft verlief.“
Um 20 Uhr wurde das Feld der Halbmarathonis vom Starter auf den LOTTO Thüringen 21 km ExcellenceRun geschickt. Paul Pfauch und Christoph Weigel (beide GMRLV) setzten sich auf der 10 km-Runde an die Spitze und liefen gemeinsam die ersten 6 Kilometer. Weigel (im Vorjahr Dritter über 10 Kilometer) ließ seinen Teamkollegen ziehen, um sein eigenes Tempo zu laufen. Die schnellste Frau – die erst 17-jährige Erfurterin Gloria Herold blieb ihm dabei dicht auf den Fersen. Bei Kilometer 17 konnte der Schmiedefelder Weigel die Führung von Pfauch übernehmen und bis ins Ziel ausbauen. Nach 1:15:00 h lief er als Erster ins Ziel. Knapp 1 Minute später folgte Gloria Herold (Race Team), die in sensationellen 1:15:56 h noch vor dem zweitplatzierten Mann Paul Pfauch (1:16:21 h) ins Ziel lief. Platz 3 bei den Männern belegte Kim Jonas Birkenfeld (1:17:07 h). Die Plätze 2 bzw. 3 bei den Frauen gingen an Helena Danae Manzke vom LAC Erfurt (1:24:51 h) und Nina Wenzel vom SV Motor Tambach-Dietharz (1:32:39 h).
28 Minuten nach seinem Zieleinlauf auf der 10 Kilometer-Strecke ging ein offensichtlich gut erholter Marcel Bräutigam beim Thüringen Park 5 km FunRun erneut an den Start und sicherte sich in 17:08 min. seinen zweiten Tageserfolg vor dem Weimarer Friedrich Borggrefe (18:57 min.) und dem Zeitzer Robert Viehweg (19:39 min.). Schnellste Frau auf der Kurzstrecke war Sandrine Hilke vom LV Gera, die in 21:36 min. souverän vor Paula Schulz vom Skisportverein Erfurt (22:21 min.) gewann. Rang 3 teilten sich in 23:13 min. ihre Mannschaftskameradin Lina Rübenstahl und Enya Fee Janson vom WSV Goldlauter-Heidersbach. Im FunRun-Feld befand sich auch der mit 94-Jahren älteste Teilnehmer Manfred Baumann vom MTV Erfurt, der in 51:06 natürlich seine Altersklasse M90 gewann. Vor 50 Jahren absolvierte er seinen ersten Rennsteiglauf. So weit muss er jetzt nicht mehr fahren. „Das schönste Ziel der Welt geht auch in Erfurt“, schrieb Rennsteigläufer Steffen Fischer nach seinem Zieleinlauf.
Rennsteiglaufpräsident Uwe Albus zog ein durchweg positives Fazit der zweiten Auflage der Veranstaltung, die in Regie seines Vereins mit tatkräftiger Unterstützung der drei Erfurter Vereine MTV, SSV und USV organisiert wurde. Er lobte insbesondere das Miteinander mit den anderen Veranstaltungen – den zeitgleich stattfindenden Domstufenfestspielen und der Sommerkomödie – sowie die Stadt Erfurt und deren Oberbürgermeister als verlässlichen Partner. „Die zweite Auflage haben wir mit viel mehr Erfahrung, vier starken Vereinen und zahlreichen Helfern aus der Region gemeistert.“ Man habe wieder Erfahrungen gesammelt und viele Ideen für die dritte Auflage im nächsten Jahr.
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