Merrbach gewinnt zum 5. Mal den Supermarathon | Dreßler-Almuth gewinnt im 4. Anlauf
Datum: 09.05.2026
Merrbach gewinnt erneut den Supermarathon
(Schmiedefeld 09.05.2026). Vorjahressieger Frank Merrbach hat den Supermarathon über 74 Kilometer von Eisenach nach Schmiedefeld gewonnen. In 05:11:22 blieb er dabei nur knapp über seiner persönlichen Bestzeit aus dem Vorjahr. „Ich bin glücklich, aber völlig kaputt“, kommentierte er seinen insgesamt 5. Sieg, den er sich diesmal besonders hart erkämpfen musste. „Jetzt freue ich mich auf Bratwurst, Bier und Tanzen“, umriss er sein Restprogramm für den Tag.
Lange Zeit hatte der 17 Jahre jüngere Norman Junker bei seinem ersten Start in einem Ultralauf-Rennen geführt. Meter für Meter kämpfte sich der erfahrene Merrbach heran. „Als der Rückstand nur noch 2 Minuten betrug, habe ich daran geglaubt, dass ich es noch schaffen kann.“ Bei Kilometer 59 kurz vor dem Beerberg zog der 43-Jährige vorbei und konnte bis ins Ziel noch einen Vorsprung von 2:42 Minuten herauslaufen. „Der Rennsteiglauf ist für mich der Höhepunkt des Jahres, egal ob ich gewinne oder nicht, aber wenn ich mich für den Start entscheide, möchte ich natürlich auch gewinnen.“ Auch der Zweitplatzierte war im Ziel glücklich. Erst vor einer Woche hatte der Zweitplatzierte Norman Junker spontan für den Rennsteiglauf gemeldet. Der für das badische Running Team Ortenau startende Läufer hatte bislang nur bei längeren Spendenläufen Kilometer gesammelt. Den Rennsteigsupermarathon bezeichnete er als „völlig neue Erfahrung“. „Die Strecke ist so schön. Ich komme bestimmt wieder“, versprach er. Fast 20 Minuten nach ihm kam der 28-jährige Freiberger Student Jonas Hünersen als Dritter ins Ziel. Der 15. des Vorjahres freute sich riesig über den ersten Sprung aufs Treppchen bei seinem dritten Start. „In den letzten beiden Jahren habe ich viel Lehrgeld gezahlt, heute lief es optimal.“ Hinter dem Viertplatzierten Leipziger Julian Sinke und dem Berliner Eric Breitbarth, lief der Erfurter Adrian Panse als bester Thüringer auf den sechsten Platz. Bis nach Oberhof hatte er noch auf Platz 3 gelegen. „Zum Ende ließen die Kräfte etwas nach, aber im Vergleich zum Vorjahr habe ich mich wieder etwas verbessert“, freute sich der 35-Jährige der für den GutsMuths-Rennsteiglauf startete.
Dreßler-Almuth gewinnt im 4. Anlauf
Im vierten Anlauf gewann die Vorjahresvierte Almut Dreßler-Ahlburg erstmals den LOTTO-Supermarathon bei den Frauen. Die Berlinerin konnte die Abwesenheit der Thüringer Siegerinnen der letzten Jahre, Daniela Oemus und Kristin Hempel, nutzen und gewann in 06:22:00 Stunden mit 11 Minuten Vorsprung vor Theresa Döpping vom LFV Oberholz (06:33:11) und der Leipzigerin Christine Fischer-Bedtke (06:38:15 Stunden). „Ich bin froh, dass es heute geklappt hat, auch wenn ich mit der Zeit nicht ganz zufrieden bin“, sagte die Siegerin, die längere Zeit gemeinsam mit der Zweitplatzierten auf der Strecke unterwegs war und die sich dabei die Zeit gönnten, zu plaudern und über die Familie auszutauschen.
2.195 Läuferinnen und Läufer hatten für die „Königsstrecke“ des Rennsteiglaufs gemeldet. 1.814 starteten um 6 Uhr morgens in Eisenach auf dem Markt bei 5 Grad Temperatur.
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